Gehaltsverhandlung: So bekommen Sie mehr Gehalt

Karriere · Lesezeit 6 Min.

Eine Gehaltserhöhung oder ein gutes Einstiegsgehalt lassen sich nicht durch Glück allein erreichen. Es braucht Vorbereitung, Strategie und einiges an Selbstbewusstsein. Viele Menschen fühlen sich unwohl dabei, über Geld zu sprechen, und akzeptieren das erste Angebot, das sie bekommen. Das kann auf Dauer Tausende Euro pro Jahr kosten.

Gehaltsverhandlung

Zahlen belegen, dass Mitarbeiter, die aktiv verhandeln, im Durchschnitt 5 bis 15 Prozent mehr verdienen als die, die das erste Angebot ohne Gegenwehr annehmen. Der Gehaltsumrechner hilft dabei, verschiedene Vergütungsmodelle miteinander zu vergleichen und den wahren Wert eines Angebots zu erkennen.

Recherche ist alles

Bevor Sie verhandeln, müssen Sie wissen, was Sie wert sind. Plattformen wie Stepstone, Kununu und glassdoor.de bieten Gehaltsberichte für verschiedene Positionen und Branchen. Nutzen Sie diese Daten, um eine realistische Spanne zu definieren. Wenn Sie wissen, dass vergleichbare Positionen in Ihrer Region zwischen 55.000 und 65.000 Euro zahlen, haben Sie eine konkrete Grundlage für Ihre Argumentation.

Die richtige Argumentation

Fordern Sie nicht einfach mehr Geld, sondern belegen Sie Ihren Wert mit Fakten. Welche Erfolge haben Sie in den letzten Monaten oder Jahren erzielt? Haben Sie Prozesse verbessert, Umsatz gesteigert, neue Kunden gewonnen oder Verantwortung übernommen? Konkrete Beispiele sind viel überzeugender als allgemeine Aussagen wie "Ich arbeite hart" oder "Ich bin schon lange hier".

Formulieren Sie Ihre Erwartung als Bereich, nicht als feste Zahl: "Aufgrund meiner Erfahrungen und achievements sehe ich mich im Bereich von X bis Y Euro." Die Untergrenze dieses Bereichs sollte das sein, was Sie mindestens erreichen wollen. So geben Sie dem Gegenüber Verhandlungsspielraum und zeigen gleichzeitig, dass Sie realistisch bleiben.

Nicht nur das Gehalt

Wenn das Unternehmen den gewünschten Betrag nicht bewilligen kann, verhandeln Sie über andere Benefits: Mehr Urlaubstage, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Tage, Weiterbildungsangebote, ein Dienstfahrrad oder eine Jobticket-Zuschuss. Diese Leistungen können monetär erheblich sein und die Gesamtvergütung spürbar erhöhen. Auch eine clause für die nächste Gehaltsüberprüfung in sechs statt zwölf Monaten ist ein wertvolles Ergebnis.